Waginger See

Man sieht den Waginger See zugrfrohren mit Eisstosstöcken, im Hintergrund geht die Sonne unter.

(C) Elena Fellner

Der 442,12 m über dem Meeresspiegel liegende Waginger See hat eine maximale Wassertiefe von 27,0 m, außerdem besitzt er eine Fläche von 6,61 km². Der pH-Wert beträgt 8,1. Da der See im Sommer eine Wassertemperatur von 27 °C erreichen kann, ist er der wärmste See Oberbayerns. Aufgrund der schnellen Erwärmung ist die Produktivität des Fischbestandes sehr groß, vor allem Hechte, Zander, Aale und Karpfen können hohe Gewichte erreichen. Der größte Fisch unter ihnen ist der Wels. Die zahlreichen Zuflüsse sind Tachinger See, Höllenbach, Tenglinger Bach, Schinderbach, Laubenbach. Als Erstes fließt der See in die Götzinger Aachen, danach in die Salzach, dann in den Inn und schlussendlich in die Donau.

 

 

Wie bei vielen anderen Alpenrandseen wurde das Gebiet um den See durch die letzte Eiszeit so geformt, dass der Waginger und Tachinger See entstehen konnten. Der Waginger See entstand im 19. Jahrhundert durch Seeabsenkungen (mittels Verlegung und Tieferlegung des Abflusses) und Aufschüttung vom Osten her. Er wurde so weit verengt (von rund 155 auf 20 Meter), dass der Bau einer Brücke ermöglicht wurde.

Neben Radtouren um den See kann man auch wandern, rudern, Boot fahren, reiten, segeln und Campingurlaub machen. Zum Campen stehen natürlich auch viele Campingplätze zur Verfügung.

 

Legende:

Es war einmal ein junges, verliebtes Pärchen, welches einen romantischen Nachtspaziergang um den Waginger See im Mondschein machte. Plötzlich entdeckte die Frau etwas Schimmerndes im

Auf diesem Bild sieht man den Waginger See und im Hintergrund die Berge (Alpen).

(C) Elena Fellner

Wasser und bat ihren Mann nachzusehen, was sich dort Glänzendes befand. Da auch dieser neugierig war, ging er sogleich zum Ufer und fischte es heraus. Es war eine kleine, goldene Glocke. Der Mann wollte sie sofort seiner Frau zeigen und drehte sich wieder um, doch sie war verschwunden. Er steckte das Glöckchen in seine Jackentasche, lief in Windeseile zurück ins Dorf und trommelte alle Bewohner zusammen, damit sie ihm bei der Suche nach seiner Frau helfen. Vergeblich suchten sie die halbe Nacht, doch die Frau war wie vom Erdboden verschluckt. Da der Mann sich dies einfach nicht erklären konnte, war er der festen Überzeugung, dass das mysteriöse Verschwinden seiner Geliebten mit der goldenen Glocke zu tun hat. Deshalb fuhr er in der darauffolgenden Nacht mit einem kleinen Ruderboot auf den See hinaus, um das Glöckchen dem Meeresboden zurückzugeben. Doch im selben Moment, in dem er das Glöckchen fallen ließ, zog ein gewaltiger Sturm auf. Die Wellen türmten sich immer höher und brachten letztendlich das Boot zum kentern. Da der Mann kein guter Schwimmer war, riss ihn die enorme Gewalt des Wassers auf den Grund des Sees und er ertrank. Bis heute erzählt man sich, dass jeder, der in der Mitte des Sees ein Glockenläuten hört, nicht mehr lebendig ans Ufer zurückkommen wird.

Article written by Matthias Speckner