Gemeinde Siegsdorf

Siegsdorf ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein. Der Ort liegt direkt an der A8 München/Salzburg und hat 8422 Einwohner (Stand 2015). Der derzeitige Bürgermeister der Gemeinde ist Thomas Kamm, welcher seit 2008 sein Amt ausführt. Siegsdorf hat 98 Ortsteile wie zum Beispiel Vogling, Hammer, Eisenärzt, Bad Adelholzen und den Wallfahrtsort Maria Eck. Eine Besonderheit des Dorfes sind die zwei Museen, das Naturkunde- und Mammutmuseum sowie das Mammutheum.

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Pfarrkirche Mariä Unbefleckte Empfängnis

Die Pfarrkirche findet in der Mitte Siegsdorfs ihren Platz. Sie ist bekannt durch die zahlreichen Gemälde, welche das Gotteshaus schmücken. Besonders das Deckengemälde, das die Übertragung des heiligen Hauptes von Traunstein nach Siegsdorf darstellt. Beim Brand der Stadt Traunstein 1704 wird dieses heilige Haupt als Teil eines Kruzifixes unversehrt aus den Trümmern gezogen und findet deswegen besondere Verehrung. Wann das erste Gotteshaus an der Stelle der heutigen Pfarrkirche errichtet wurde, ist bisher nicht bekannt. Sollte es sich jemals archäologisch nachweisen lassen, dass die Marienkirche in Siegsdorf im 8. Jahrhundert entstanden ist, dann würde es sich um die älteste Kirche in der heutigen Pfarrei handeln. Dies wiederum würde bedeuten, dass der Ortsname Siegsdorf schon während des 8. Jahrhunderts existiert hatte und sich somit niemals von einem Grafen namens Sighard ableiten lässt.

Naturkunde- und Mammutmuseum & Mammutfund

Das Museum liegt in Siegsdorf direkt an der Traun. 1995 wurde es eröffnet, nachdem 20 Jahre vorher 1975 von Bernard von Bredow Mammutknochen gefunden wurden. Er fand einen teilweise frei gespülten braunen Rippenknochen ungewöhnlichen Ausmaßes. Die Fundstelle ist im Gerhartsreiter Graben bei Siegsdorf. Nun bietet das Mammutmuseum einen Einblick in 250 Millionen Jahre Entwicklungsgeschichte Südostbayerns. Wahrzeichen des Museums ist „Rudi“, die lebensgroße Rekonstruktion eines Mammuts, welches seinem Fundort „Rundhart“ seinen Namen verdankt.  Die Statue steht in Sichtweite zum Mammutmuseum am Eingang des Kurparks.

Article written by Matthias Speckner